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This page is a reminiscence of the good old days of the WWW, when
you could still read web pages with telnet on port 80.
Here you will find how I build a replica of Jon Dawsons SDR receiver PicoRX. If you don't
understand the German language you are invited to read the Google
translation here.
Das PicoRX Projekt von Jon Dawson ist ein All-Band-Empfänger als SDR (Software Defined Radio) mit minimalem Bauelementeaufwand. Der Empfangsbereich reicht praktisch von 0 bis 30 MHz, wenn man einen schnellen Schalter für den Quadratur-Sampling-Detektor nimmt. Herzstück ist ein Raspberry Pi Pico (bzw. ein Pico2), der die komplette Signalverarbeitung und Displayansteuerung erledigt. Es ist nicht nur ein All-Band-Gerät, sondern auch ein All-Mode-Empfänger, denn neben AM und FM ist auch SSB und CW möglich. Derzeit wird auch gerade eine SSTV Dekoder entwickelt.
Das alles schreit natürlich förmlich nach einem Nachbau. Und genau das habe ich (erstmal als "Drahtverhau") getan.
Im Prinzip ist alles ganz einfach:
Man nehme einen Pi Pico, den flasht man mit der aktuellen Firmware,
die man auf der
Github-Seite findet, dazu eine Hand voll Bauelemente, ein Steckbrett und steckt einfach
alles zusammen.
Da ich mir nicht ganz sicher war, ob ich mit dem Ergebnis zufrieden sein würde,
habe ich erst einmal alle Bauelemente ungekürzt verwendet. Das sieht natürlich
mehr als nur lustig aus, aber es soll ja keinen Schönheitspreis gewinnen (obwohl
es ja doch schon eigentlich fast wieder künstlerisch wertvoll ist).
Natürlich muss man ganz klar sagen, dass bzgl. Störstrahlung und
Übersprechen dieser Aufbau selbstverständlich so ziemlich der Maximal-Horror ist - erstaunlicherweise
geht es aber (gehofft hatte ich es natürlich, war dann tatsächlich aber selbst verblüfft,
wie relativ gut es sogar läuft).
Ich habe den Original-Schaltplan genommen, den ich lediglich um eine Transistorstufe
zur Lautstärkeanhebung ergänzt habe (eine einfache Emitterstufe ohne Schnick-Schnack).
Da ich zum Zeitpunkt des Aufbaus keinen 74CBTLV3253 hatte, habe ich einfach einen billigen
74HC4052 aus meiner Bastelkiste genommen. Der ist zwar extrem langsam, aber man schafft
dennoch damit fast 3 MHz.
Und da ich ja nur mal schnell probieren wollte, ob es überhaupt geht, ist das ja vollkommen
in Ordnung.
Als Antenne habe ich einfach nur 4 Meter Draht angeschlossen - und zwar ohne Eingangsfilter direkt
nur über einen Koppelkondensator.
Das Ganze läuft bereits mit dem kleinen Display (OLED), das große TFT Display ist nur als Zusatz,
was aber natürlich eine deutliche Aufwertung ist.
Genial ist, dass man selbst auf dem kleinen OLED ein Wasserfalldiagramm anzeigen lassen kann.
Überhaupt kann man das Display in verschiedenen Modi betreiben. Das ist wirklich gut gelöst.
Bedient wird das Ganze mit dem Dreh-Encoder und den beiden kleinen Tastern, so dass insgesamt also 4
Eingabestellen existieren:
Drehbewegung und/oder drücken der Encodertaste, sowie eben die beiden Mini-Taster. Damit kann man
das wirklich extrem umfangreiche Menü vom PicoRX bedienen - natürlich auch einfach die Frequenzeinstellung
machen. Wirklich recht intuitiv das Ganze.
Wenn man bedenkt, wie schrecklich der Aufbau ist - nämlich so gar nicht HF-tauglich - ist der Empfang
doch ziemlich gut.
Richtig überrascht war ich vorallem von der Empfindlichkeit. Denn wie gesagt, habe ich einfach nur ein
bisschen Draht, was über einen Koppel-C direkt auf den Schaltkreis-Pin geht. Ich denke mal, dass wenn man
einen Tiefpass in die Antennleitung einfügt, ein kleiner HF-Vorverstärker zwar sehr sinnvoll, aber nicht
zwingend notwendig ist. Aber das werde ich alles noch in Ruhe ausprobieren.
Erst einmal habe ich mir einen schnelleren Schalter für den Demodulator besorgt - ich will ja einen Kurzwellenempfänger. Dumm
ist, dass es den 74CBTLV3253 nur als SMD gibt, aber da kann man eben nichts machen.
Der nächste Schritt wird sein, eine Leiterplatte zu entwerfen (oder nehme ich nur eine Loch- oder Streifenleiterplatte?),
damit das ganze Gerät auch wirklich benutzbar wird. Bei der Gelegenheit werde ich auch den Antenneneingang anders gestalten. Da
könnte man auch, statt eines einfachen Tiefpasses ein entsprechend der Empfangsfrequenz umschaltbares Bandpass-Ensemble nehmen - der
PicoRX ist dafür schon vorbereitet. Na und dann eben eventuell noch eine HF-Vorstufe.
Für die NF fällt mir sicherlich auch noch was besseres ein. Und die Koppelkondensatoren für die OPV-Eingänge, die laut Schaltplan
eigentlich 10µF haben sollten, haben bei mir derzeit auch nur 1,8µF (hatte gerade nichts anderes da) - da verspreche ich mir auch einen ordentlichen Pegelgewinn nach
dem Austausch.
Auf jeden Fall muss auch die Stromversorgung komplett geändert werden, denn derzeit betreibe ich alles mit 4,3V, damit das TFT halbwegs
klar kommt (das will eigentlich 5V) und der Pico aber auch nicht gar zu sehr beansprucht wird. Das muss ich trennen und dann einen Pegelwandler
einfügen - oder irgendwas anderes, was das Zusammenspiel ermöglicht. Muss ich mal sehen...
Und dann kommt immer noch zum Schluß das gruseligste beim Basteln: Das Gehäuse! Keine Ahnung, was ich da mache, aber
irgend etwas muss mir da einfallen.
Aber nun kommt erst einmal der Sommer. Und da Bastelzeit immer nur im Winterhalbjahr ist (also zumindest hauptsächlich), wird das Projekt jetzt wohl erst einmal etwas ruhen. Irgendewann im Oktober oder November geht es dann sicherlich weiter - ich werde berichten.
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